In "The Mayflower Aspect" vereinen Novarian (keys, programming) und Kiro Hakane (lyrics, vocals, guitars) ihre Visionen in einem Musik- und Kunstprojekt, das musikalische Elemente aus Gothic, Neofolk und Filmmusik kombiniert. Diese Kreation und Ausrichtung bezeichnen sie selbst als "Cinematic Gothic Neofolk". Historische Themen, wie die französische Revolution oder die Mayflower-Überfahrt in die Neue Welt, werden aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und regen auch zur Reflexion über aktuelle Ereignisse an. In den Letzten Jahren hat sich zu ihnen noch CTaiger (spoken words, technical assistance) gesellt, um das Schiff auf hoher See auf Kurs zu halten. Bei Live Auftritten verbinden "The Mayflower Aspect" die musikalische Darbietung mit einer aufwändigen Bühnenshow und Elementen des Theaters. Im Jahr 2025 wurde das Projekt um eine komplette Bandbesetzung erweitert.

Kiro Hakane [ˈkiːɾo haˈkaːne]

Ich bin Sänger&Songwriter, Gitarrist und Flötenspieler von The Mayflower Aspect. Musik ist für mich schon lange mehr als nur ein Hobby oder ein kreativer Ausgleich. Sie ist für mich eine Art, Dinge auszudrücken, für die normale Worte oft nicht reichen meine Gedanken, Erinnerungen, innere Bilder, Sehnsucht, Schmerz, Hoffnung oder einfach diese ganz bestimmten Stimmungen, die einen manchmal nicht mehr loslassen.

Viele meiner Songs entstehen aus einem Gefühl heraus, manchmal aber auch aus unserer Weltgeschichte, oft sind es historische Themen die mich beschäftigen und inspirieren da sie heute noch relevant sind. Mich reizt vor allem diese Verbindung aus etwas Persönlichem und etwas Zeitlosem, vor allem, wenn etwas aus der Vergangenheit plötzlich wieder lebendig wirkt oder wenn Musik einen an einen Ort bringt, den es vielleicht nie wirklich gab und der sich trotzdem vertraut anfühlt.

Mit The Mayflower Aspect versuche ich genau das hörbar zu machen. Ich möchte Musik erschaffen, die Atmosphäre hat, die Bilder im Kopf formt und die einen nicht einfach nur berieselt, sondern tief innerlich berührt. Mich interessieren keine Songs, die einfach nur „funktionieren“ sie müssen etwas in sich tragen und ich will etwas schaffen, in dem eine eigene Welt entsteht.

Musikalisch bewege ich mich irgendwo zwischen dunkler Melancholie, erzählerischer Tiefe und einer gewissen filmischen Größe. Dabei fließen Gitarren, Flöten, Gesang und viele Stimmungen zusammen, die oft zwischen Zerbrechlichkeit und Pathos, Ruhe und Intensität, Vergangenheit und Gegenwart stehen.

Was mich dabei aber auch prägt, sind die Menschen, mit denen ich diese Musik teile. Die anderen in der Band bringen ihre ganz eigenen Gedanken, Gefühle, Blickwinkel und auch ihren eigenen Klang mit hinein, und genau das beeinflusst mich mehr, als man manchmal von außen sieht. Manche Ideen entstehen erst durch Gespräche, durch gemeinsames Arbeiten, durch das, was andere in einem Song hören oder fühlen. Dadurch bleibt die Musik für mich nicht etwas Starres oder nur rein Persönliches, sondern etwas Lebendiges, das wächst, wenn mehrere Seelen daran mitwirken.

Am Ende geht es mir vor allem darum, etwas Echtes zu schaffen.
Etwas, das nicht geschniegelt oder glatt ist, sondern ehrlich.
Etwas, in dem man sich verlieren kann.

Novarian [noʊˈvɛəriən]

Ich bin Keyboarder, Pianist und Produzent bei The Mayflower Aspect. Musik begleitet mich seit mittlerweile über zwei Jahrzehnten und war für mich nie einfach nur ein Hobby. Sie ist für mich Leben, Emotion und etwas, das mich von Anfang an getragen hat. Spätestens mit den ersten Auftritten in meinen ersten Musikprojekten war klar, dass Musik für mich mehr ist als nur ein Interesse. Sie ist etwas, das tief in mir verankert ist.

Was mich an Musik bis heute am meisten berührt, ist Atmosphäre. Ich brauche Musik, die etwas in mir auslöst, die nicht leer bleibt, sondern wirklich etwas transportiert. Für mich ist Musik ein Wechselspiel aus Gefühl, Klang, Spannung und Tiefe. Ich denke dabei weniger in Bildern, sondern eher in Klang, Harmonie und dem Gefühl, wenn alles ineinandergreift und am Ende genau so zusammenpasst, wie es soll. Besonders Piano, Synths und cineastische Klangflächen sind dabei der Bereich, in dem ich mich am meisten zuhause fühle.

Viele Ideen entstehen bei mir spontan, oft aus Improvisation heraus. Meistens beginnt alles mit Akkorden, aus denen sich dann Stück für Stück mehr entwickelt. Ich arbeite dabei sowohl intuitiv als auch analytisch, auf der einen Seite aus dem Gefühl heraus, auf der anderen mit einem sehr genauen Blick für Details. Gerade dieses Wechselspiel ist für mich wichtig. Ich mag es, wenn Musik frei entstehen darf, aber trotzdem eine klare Form bekommt und nicht künstlich wirkt.

Musikalisch zieht es mich stark zu melancholischen, epischen und cinematic geprägten Klangwelten. Besonders wichtig ist mir dabei, dass Sounds nicht einfach nur „gut“ klingen, sondern zusammenarbeiten wie Zahnräder, dass alles seinen Platz hat und sich gegenseitig trägt. Mein Fingerabdruck liegt dabei vor allem in Synths, Streichern, Atmosphäre und der klanglichen Tiefe, die einem Song erst seinen eigentlichen Raum gibt.

Bei The Mayflower Aspect bringe ich vor allem Herz, Struktur und Ordnung in meine Arbeit ein. Mich reizt an der Band nicht nur die Musik selbst, sondern auch die Zusammenarbeit. Für mich ist es wichtig, dass man sich nicht nur musikalisch versteht, sondern auch menschlich harmoniert. Genau daraus entsteht für mich oft das, was Musik wirklich lebendig macht. Die Band hat meinen Blick auf Musik erweitert, mein fachliches Verständnis vertieft und mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich auf andere einzulassen, um gemeinsam etwas Größeres zu erschaffen.

Wenn ich an unseren Sound denke, spüre ich Dramatik, Geschichte und etwas, das über den Moment hinausgeht. Ich möchte mit meiner Musik nicht einfach nur schöne Klänge bauen, sondern etwas schaffen, das Menschen berührt, bewegt und in dem sie sich selbst wiederfinden können. Für mich muss Musik schön und ehrlich zugleich sein. Gut produziert bedeutet nicht einfach nur sauber oder technisch korrekt, sie muss lebendig sein. Echt ist Musik für mich dann, wenn sie mich innerlich packt.

Auch das Produzieren, Arrangieren, Mischen und Formen von Klang gehört für mich untrennbar dazu. Ich liebe es, Sounds so lange zu bearbeiten, bis sie genau das ausdrücken, was sie ausdrücken sollen. Ein Sound ist für mich eigentlich nie wirklich fertig, aber irgendwann braucht er einen Punkt, an dem man ihn loslassen kann.

Mit Novarian habe ich einen Namen gefunden, in den ich mit der Zeit immer mehr hineingewachsen bin. Und auch wenn ich manches an mir selbst vielleicht schwer in Worte fassen kann, weiß ich sehr genau, was ich mit Musik hinterlassen möchte: Ein Lebenswerk, das Menschen bewegt und etwas von mir in der Welt zurücklässt.

Lupus Maybeat /ˈluːpʊs meɪbiːt/

Ich bin Drummer und Percussionist bei The Mayflower Aspect. Musik begleitet mich seit 1981, und eigentlich hat alles schon sehr früh angefangen. Eine der ersten prägenden Erinnerungen ist das „1938 Carnegie Hall Jazz Concert“ von Benny Goodman auf Vinyl. Besonders Gene Krupas Solo in „Sing Sing Sing“ hat mich als Kind sofort gepackt. Später kam dann Jimi Hendrix dazu, und mit „All Along The Watchtower“ dieser Moment, in dem mir klar wurde, dass Musik mehr ist als nur etwas, das man hört. Es war, als würde jemand etwas ausdrücken, das ich selbst schon in mir hatte, aber nie greifen konnte.

Für mich bedeutet Musik sehr viel. Sie kann nachdenklich machen, unterhalten, Bilder entstehen lassen oder Menschen verbinden. Sie wirkt aber nicht nur im Kopf, sondern auch körperlich. Man will sich bewegen, tanzen oder einfach mitgehen. Gleichzeitig hat sie auch ihre Schattenseiten, aber genau dieses Spannungsfeld gehört irgendwie dazu.

Was mich am meisten berührt, ist die Atmosphäre. Sie entsteht durch Dynamik, Harmonie, Ausdruck und das Zusammenspiel aller Elemente. Musik muss für mich eine gewisse Spannung haben, etwas Eigenes, etwas, das nicht beliebig oder abgenutzt wirkt. Ein guter Groove, interessante Harmonien, vielleicht eine leicht dunkle Färbung, all das spielt für mich eine Rolle.

Am Schlagzeug ist mir vor allem das Gefühl wichtig. Die Dynamik zwischen leisem Unterstützen und kraftvollem Aufbau gehört für mich zu den schönsten Seiten des Instruments. Ich arbeite eher intuitiv, suche bei neuen Songs zunächst den Grundbeat und entwickle daraus die Struktur. Reduktion spielt dabei eine große Rolle. Ein Song sollte für sich selbst sprechen können, ohne überladen zu sein.

Bei The Mayflower Aspect fühle ich mich genau richtig. Die melancholische Grundstimmung passt zu mir, und die Zusammenarbeit ist angenehm und wächst mit der Zeit immer weiter zusammen. Besonders wichtig ist mir, dass hier nicht einfach nur jeder seine Rolle erfüllt, sondern dass viel durch Zuhören, Reagieren und gemeinsames Entwickeln entsteht. Ich bin nicht einfach nur der „Rhythmusmann“, sondern Teil eines Ganzen.

Manchmal habe ich beim Spielen das Gefühl, eine Art Verbindung zur Erde zu verkörpern, eine Basis, auf der sich alles andere aufbaut. Gleichzeitig bleibe ich eher ein nach innen gekehrter Mensch, der genau das über das Schlagzeug nach außen tragen kann.

Live zu spielen ist für mich die eigentliche Belohnung. Auf der Bühne geht es darum, den musikalischen Fluss zu tragen und gleichzeitig das Publikum mitzunehmen. Der Moment, in dem der Funke überspringt und die Menschen anfangen, sich wirklich zu bewegen, ist das, worauf es am Ende ankommt.

Und vielleicht ist genau das das Schönste daran: Teil von etwas zu sein, das gemeinsam entsteht, sich entwickelt und mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.



CTaiger [ˈsiː ˈtaɪɡə]

Ich bin so ein bisschen das, was man ein „Mädchen für alles“ nennt, und ehrlich gesagt passt das auch ziemlich gut. Ich bin da, wo man mich braucht, und mache oft die Dinge, für die anderen gerade der Blick fehlt. Ich halte vieles zusammen, intern wie extern, und versuche, den Überblick über das zu behalten, was manchmal gar nicht überschaubar ist.

Ich bin jemand, der gerne hilft, der einspringt, der organisiert, motiviert, dauernd kocht, aufbaut, mitdenkt und einfach dafür sorgt, dass es läuft. Vieles davon sieht man nicht, und genau das ist auch okay so. Es gehört für mich einfach dazu.

Musik ist für mich etwas sehr Besonderes. Sie ist Energie, Gefühl, etwas Echtes, das über das hinausgeht, was man anfassen oder erklären kann. Für mich ist sie gleichzeitig Flucht und Ankommen, etwas, das mich trägt und ein sicherer Ort, den wir gemeinsam erschaffen. Jeder bringt etwas mit, jeder hat seinen Platz, und genau dieses Zusammenspiel macht es aus.

Ich bin da irgendwie reingerutscht, aber genau das fühlt sich richtig an. Ich bin Teil von etwas, das größer ist als ich selbst, und ich bringe meinen Teil dazu bei, auch wenn er vielleicht kleiner wirkt als der der anderen. Die Musik kommt von ihnen, aber ich helfe dabei, die Geschichte zu erzählen und das Ganze näher an die Menschen zu bringen.

Auf der Bühne liebe ich genau diesen Moment, wenn das, was wir gemacht haben, bei den Leuten ankommt. Ich bin aufgeregt, aber gleichzeitig komplett drin und einfach glücklich. Ich spiele Rollen, wie zum Beispiel den König, aber ich will auch mehr ausprobieren, mehr zeigen, mehr Teil davon sein. Bühne ist für mich nicht nur ein Ort, sondern ein Zustand.

Ich möchte, dass die Leute etwas spüren. Dass es nicht einfach nur ein Auftritt ist, sondern etwas, das hängen bleibt. Präsenz macht dabei den Unterschied.

Auch die visuelle Seite ist mir wichtig. Musikvideos, Bilder, das ganze Auftreten nach außen gehört für mich genauso dazu wie die Musik selbst. Ich mag es, der Musik ein Bild zu geben, sie greifbarer zu machen, Gefühle und Geschichten sichtbar zu machen. Düster, historisch, emotional ist genau mein Ding.

Online Präsenz ist heute notwendig. Wenn wir unsere Musik in die Welt tragen wollen, müssen die Leute uns auch sehen. Wichtig ist mir dabei, dass wir wir selbst bleiben und nichts darstellen, das wir nicht sind. Es soll sich echt anfühlen und Interesse wecken.

Ich bin jemand, der eher chaotisch ist, aber genau darin auch funktioniert. So eine Art ordnendes Chaos oder vielleicht einfach jemand, der sich darin zurechtfindet. Kreativ, spontan, manchmal planlos und dann wieder genau richtig im Moment.

Mir ist wichtig, dass eine Band nicht nur musikalisch funktioniert, sondern auch menschlich. Dass man sich versteht, dass man zusammen wächst und dass da Leben zwischen den Leuten ist. Genau das macht für mich den Unterschied.

Am Ende bin ich einfach ich.
Der, der hilft, der mitzieht, der da ist.
Alles Gute und Schlechte gehört dazu.

Jack of all trades, master of none but better than a master of one.